Unser Saale-Unstrut

Anne 02Das mittlerweile 765 Hektar große Qualitätsweinanbaugebiet gilt als nördlichstes zusammenhängendes Anbaugebiet Europas. Schon vor über 1000 Jahren wurde hier Weinbau betrieben. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte bereits 998 in einer Schenkungsurkunde des Kaisers Otto III.

Zu Beginn der frühen Neuzeit blühte der Weinbau hier sogar mit einer Anbaufläche von ca. 10.000 Hektar. Doch die Reblaus brachte im Jahr 1887 den Weinbau fast zum Erliegen und die Saale-Unstrut-Region wurde zum ersten Reblausseuchengebiet Deutschlands erklärt. 1919 betrug die Anbaufläche nur noch 100 Hektar.

Zu DDR-Zeiten wurde der Weinbau etwas stiefmütterlich behandelt, doch erreichte die Anbaufläche im Jahr 1986 wieder 480 Hektar. Nach der Wende trat dann der Aufschwung ein. Die heutige Anbaufläche ist dabei auf 3 Bundesländer verteilt, Sachsen-Anhalt mit ca. 639 ha, Thüringen mit ca. 107 ha und Brandenburg mit knapp 10 ha. Somit ist das Saale-Unstrut Weinanbaugebiet das viertkleinste in Deutschland. Gebietstypisch zeichnen sich die Weine von Saale-Unstrut durch ein elegantes, feingliedriges und fruchtiges Bukett mit mineralischen Nuancen aus, was von der Bodenbeschaffenheit und der nördlichen Lage her resultiert.

Die Schönheit der Flusstäler und die Anmut, der durch den Terrassenweinbau geprägten Landschaft, versprühen einen einzigartigen mediterranen Zauber. Nicht umsonst nennt man dieses Fleckchen Erde die „Toskana des Nordens…“

Quelle: Weinbauverband Saale-Unstrut